Dennoch hatten beide Oberligisten im November zu Probetrainings geladen und erstaunliche Zuläufe erlebt, „mit vielen potenziellen Neulingen“, so Mammuts-Trainer Sascha Krotil. Trainiert wird so gut es geht ohne größere Pause – nur dass ab und an eine theoretische Einheit vor dem Fernseher eingelegt wird, wenn die Besten der Zunft der Super Bowl entgegensteuern.
Wenn American Football in seiner angestammten Heimat so richtig in Fahrt kommt, dann ruht in Europa der Spielbetrieb tief und fest. In den USA ein knallharter Winterklassiker, diesseits des großen Teichs ein Schattenparker. Wie kommt’s? Eine ganz schlüssige Erklärung haben auch die ansonsten um keine Antwort verlegenen Experten aus Münster nicht – zumal sowohl die Mammuts als auch die Blackhawks längst wieder mittendrin sind in der Vorbereitung der Saison, die dann aber erst im Frühjahr wieder beginnt und im Oktober endet, wenn im Football- Mutterland die Profis erst an den Start gehen. „Europa nimmt immer noch Anschauungsunterricht in den USA“, versucht sich Blackhawks-Teamsprecher Alexander Naretz an einer Analyse. „Dann macht es Sinn, sich in den USA etwas abzuschauen und es hinterher umzusetzen.“ Zudem ergibt sich die oft genutzte Gelegenheit, dass US-College-Akteure in ihrer spielfreien Phase Entwicklungshilfe auf dem alten Kontinent geben. „Das wird häufig so praktiziert.“ Grundsätzlich spreche nichts dagegen, auch im Winter Football zu spielen, allerdings bedürfte es dazu einer Infrastruktur, die in den USA längst Standard ist. „Football-Hallen mit Kunstrasen und entsprechender Beleuchtung“, so Naretz. „Aber hey, wir sind in Deutschland.“ Die Blackhawks haben schon im Sommer Probleme auf ihrem Acker an der Sentruper Höhe verletzungsfrei durch die Saison zu kommen, im Winter wäre das nicht vorstellbar.
Münster - Die Frage muss erlaubt sein: Während American Football in den USA im tiefsten Winter seinen Peak erlebt, wird in Deutschland schön in den warmen Monaten gespielt. Eine schlüssige Erklärung ist nicht leicht zu finden – aber es gibt Ansätze, die diese Logik verständlicher machen.Von Asngar Griebel (MZ)
Winterklassiker oder Sommerspektakel? Donnerstag 19.12.2019
Schnee und Eis: Im Mutterland des American Football kein Hinderungsgrund. In den USA wird den Winter durch gespielt. Foto: imago-images
Wir sind „dieFANS“ der

“American Football is unconditional love”

Schnee und Eis: Im Mutterland des American Football kein Hinderungsgrund. In den USA wird den Winter durch gespielt.
Winterklassiker oder Sommerspektakel? Donnerstag 19.12.2019
Münster - Die Frage muss erlaubt sein: Während American Football in den USA im tiefsten Winter seinen Peak erlebt, wird in Deutschland schön in den warmen Monaten gespielt. Eine schlüssige Erklärung ist nicht leicht zu finden – aber es gibt Ansätze, die diese Logik verständlicher machen.Von Asngar Griebel (MZ)
Wenn American Football in seiner angestammten Heimat so richtig in Fahrt kommt, dann ruht in Europa der Spielbetrieb tief und fest. In den USA ein knallharter Winterklassiker, diesseits des großen Teichs ein Schattenparker. Wie kommt’s? Eine ganz schlüssige Erklärung haben auch die ansonsten um keine Antwort verlegenen Experten aus Münster nicht – zumal sowohl die Mammuts als auch die Blackhawks längst wieder mittendrin sind in der Vorbereitung der Saison, die dann aber erst im Frühjahr wieder beginnt und im Oktober endet, wenn im Football- Mutterland die Profis erst an den Start gehen. „Europa nimmt immer noch Anschauungsunterricht in den USA“, versucht sich Blackhawks-Teamsprecher Alexander Naretz an einer Analyse. „Dann macht es Sinn, sich in den USA etwas abzuschauen und es hinterher umzusetzen.“ Zudem ergibt sich die oft genutzte Gelegenheit, dass US-College-Akteure in ihrer spielfreien Phase Entwicklungshilfe auf dem alten Kontinent geben. „Das wird häufig so praktiziert.“ Grundsätzlich spreche nichts dagegen, auch im Winter Football zu spielen, allerdings bedürfte es dazu einer Infrastruktur, die in den USA längst Standard ist. „Football-Hallen mit Kunstrasen und entsprechender Beleuchtung“, so Naretz. „Aber hey, wir sind in Deutschland.“ Die Blackhawks haben schon im Sommer Probleme auf ihrem Acker an der Sentruper Höhe verletzungsfrei durch die Saison zu kommen, im Winter wäre das nicht vorstellbar. Dennoch hatten beide Oberligisten im November zu Probetrainings geladen und erstaunliche Zuläufe erlebt, „mit vielen potenziellen Neulingen“, so Mammuts-Trainer Sascha Krotil. Trainiert wird so gut es geht ohne größere Pause – nur dass ab und an eine theoretische Einheit vor dem Fernseher eingelegt wird, wenn die Besten der Zunft der Super Bowl entgegensteuern.
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